
Der SPD-Ortsverein feierte am Donnerstag, dem 11.06.2026, gleich zwei Jubiläen: 125 Jahre SPD Hörstel und 100 Jahre SPD-Ortsvereinsfahne. Im Kreise der Hörsteler SPD-Mitglieder sowie Vertretern der benachbarten Ortsvereine wurde gemeinsam im Gasthof Zum Adler in Bevergern gefeiert.
Nach den Grußworten des Bürgermeisters David Ostholthoff und des Kandidaten zur Landtagswahl 2027, Dominik Bems aus Rheine, berichtete zunächst Oliver Janke über die Geschichte des Ortsvereins. In allen vier Orten bildeten sich kleine Ortsgruppen, zum Beispiel in Hörstel durch die Arbeiter der Glashütte.
Er führte weiter aus, dass es auf dem Hörsteler Stadtgebiet zunächst in allen Stadtteilen eigene Ortsvereine gegeben habe. Nach der Kommunalreform entstand aus den vier Ortsvereinen zunächst ein Stadtverband, bevor es 1996 zum Zusammenschluss zum SPD-Ortsverein Hörstel kam.
Anhand einer Fotopräsentation machte Oliver Janke die bewegte Geschichte des Ortsvereins deutlich, bei der sich der eine oder andere Gast auch selbst wiederfinden konnte.
Im Anschluss berichtete Josef Schophuis über die Geschichte der SPD-Fahne. Vor 100 Jahren, im Jahr 1926, in einer Leipziger Fahnenwerkstatt hergestellt, erlebte sie insbesondere während der Kriegsjahre eine bewegte Geschichte. So wurde versucht, die Fahne ausfindig zu machen, um sie zu vernichten.
Josef Schophuis erläuterte, dass die Fahne bei unterschiedlichen Personen versteckt worden war und so den Krieg überdauern konnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg galt sie zunächst als verschollen, bis in den 1970er Jahren das Rheinenser Kolpinghaus umgebaut wurde. Dort wurde sie in einer Zwischenmauer – neben weiteren versteckten Gegenständen – entdeckt und befindet sich seitdem wieder im Besitz des Ortsvereins. Bis heute ist sie ein wichtiges Symbol für die Geschichte der SPD in der Stadt Hörstel.
Die SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ulla Jung betonte in ihrer Ansprache, dass das Jubiläum ein guter Anlass sei, stolz auf das Erreichte zurückzublicken. Gleichzeitig erinnere es daran, dass Demokratie, sozialer Zusammenhalt und gesellschaftlicher Fortschritt keine Selbstverständlichkeit seien. Sie lebten von Menschen, die bereit sind, sich einzubringen, zuzuhören, miteinander zu diskutieren und gemeinsam Lösungen zu finden.
Alle Gäste waren sich einig, dass die SPD Hörstel nicht nur Teil der Vergangenheit ist, sondern auch Teil der Zukunft unserer Stadt.
